Vom ersten Gedanken bis aufs Parkett
Fragen
Die Fragen stehen nicht alphabetisch, sondern in der Reihenfolge, in der sie kommen. Drei Etappen — du steigst dort ein, wo du gerade stehst.
Neugier
6 Fragen auf dieser EtappeWas ist ProAm Tanzen?
ProAm steht für „Professional-Amateur" und bedeutet, dass du als Amateurin oder Amateur mit einer professionellen Tanzlehrerin oder einem Tanzlehrer als Partner tanzt. Du musst keinen eigenen Tanzpartner mitbringen – der Profi ist dein Partner für Training, Auftritte und, wenn du magst, auch für Turniere. Das macht ProAm zu einem Weg für Menschen ohne Partner und für Paare, bei denen nur eine Person tanzen möchte.
Für wen ist ProAm geeignet?
ProAm ist für jeden geeignet – von absoluten Anfängern bis zu erfahrenen Tänzerinnen und Tänzern. Besonders verbreitet ist es bei Menschen, die tanzen lernen möchten, ohne vorher jemanden zum Mitmachen überreden zu müssen, und bei ambitionierten Tänzerinnen und Tänzern, die auf Turniere gehen wollen. Ein Großteil der ProAm-Tanzenden beginnt erst im mittleren Alter.
Brauche ich Tanzerfahrung oder Vorkenntnisse?
Nein, überhaupt nicht. ProAm funktioniert auf allen Levels – von „Ich habe noch nie getanzt" bis zu weit fortgeschrittenen Tänzerinnen und Tänzern. Weil es Einzelunterricht ist, richtet sich das Tempo nach deinem Niveau und deinen Zielen, nicht nach einer Gruppe.
Brauche ich einen eigenen Tanzpartner?
Nein. Das ist der große Vorteil von ProAm: Der Profi ist dein Tanzpartner. Du lernst mit ihm oder ihr und musst niemanden mitbringen – passend, wenn du niemanden zum Tanzen hast oder wenn dein Partner nicht tanzen möchte.
Ist ProAm nur für Frauen?
Nein. Die häufigste Konstellation ist eine Amateurin, die mit einem Profi-Tänzer tanzt — aber genauso tanzen Amateure mit Profi-Tänzerinnen. Entscheidend ist das Prinzip: Amateur plus Profi als festes Paar.
Welche Tanzstile werden bei ProAm getanzt?
Im ProAm verbreitet sind American Smooth (Walzer, Tango, Foxtrot, Wiener Walzer) und American Rhythm (Cha-Cha, Rumba, Swing, Bolero, Mambo) – zwei Stilgruppen aus den USA, die auf europäischen Turnieren seltener vorkommen als Standard und Latein. Welche Stile im Unterricht möglich sind, hängt von der Lehrerin oder dem Lehrer ab: Nicht jede Schule unterrichtet beide.
Die erste Stunde
4 Fragen auf dieser EtappeWas ist in einer Schnupperstunde enthalten?
Üblich ist: Ihr besprecht deine Ziele, macht die ersten praktischen Schritte, du lernst den Unterrichtsstil kennen, und deine Fragen werden geklärt. Danach entscheidest du ohne Verpflichtung, ob du weitermachen möchtest. Eine Schnupperstunde ist ein Kennenlernen in beide Richtungen – auch die Lehrerin oder der Lehrer sieht, worauf ihr hinarbeiten würdet.
Was kostet eine Schnupperstunde?
Das hängt davon ab, bei wem du sie nimmst — einen einheitlichen ProAm-Preis gibt es nicht, und manche Lehrerinnen und Lehrer bieten gar keine Schnupperstunde an. Verbreitet ist ein Kennenlernen zu einem niedrigeren Preis als die reguläre Einzelstunde, oft auch in kürzerer Dauer. Was für ProAm-Unterricht in Wien üblicherweise aufgerufen wird, steht im Beitrag über die Preise.
Gibt es versteckte Kosten?
Der Stundensatz ist meist alles, was laufend anfällt – ProAm wird stundenweise abgerechnet, ohne Anmeldegebühr und ohne Kursblock, den du im Voraus zahlst. Dazu kommen Anschaffungen: Tanzschuhe zu Beginn, später vielleicht ein Kostüm. Wer auf Turniere geht, rechnet Startgebühren, Anreise und Übernachtung dazu – die machen dort oft mehr aus als das Training selbst.
Wie kommt ein Termin zustande?
Bei ProAm wird stundenweise vereinbart, nicht in Kursblöcken: Du sprichst mit der Lehrerin oder dem Lehrer direkt ab, wann ihr tanzt. Manche arbeiten mit einem Buchungskalender, andere mit Nachricht oder Anruf — üblich ist, dass du nach dem Kennenlernen die nächsten Termine gemeinsam festlegst.
Aufs Turnier
4 Fragen auf dieser EtappeMuss ich bei Turnieren mitmachen?
Nein. Turniere sind eine Möglichkeit im ProAm, keine Voraussetzung. Viele Schülerinnen und Schüler tanzen ausschließlich für sich — für die Haltung, die Musik, die eine Stunde in der Woche, die nur ihnen gehört.
Kann ich als Anfänger an ProAm-Turnieren teilnehmen?
Ja. ProAm-Turniere sind nach Levels gegliedert – von der Einsteigerklasse bis zu den offenen Klassen – und zusätzlich nach Alterskategorien. Man startet mit wenigen Tänzen in der untersten Klasse und arbeitet sich hoch; getanzt wird gegen andere im selben Level und in der eigenen Altersgruppe. Zwischen der ersten Tanzstunde und dem ersten Turnier liegen erfahrungsgemäß sechs bis zwölf Monate.
Wo finde ich ProAm-Events und Turniere?
Welches Turnier für dich passt, hängt von deinem Level, deiner Alterskategorie und deinem Vorbereitungsstand ab – das besprichst du am besten mit deiner Lehrerin oder deinem Lehrer. Von Wien über Deutschland bis zu internationalen Meisterschaften ist alles dabei.
Was kostet die Turniervorbereitung?
Turniervorbereitung ist intensiver als normaler Unterricht: Zu Technik und Routine kommen Choreografie, Auftreten und Wettkampfroutine dazu, und meist wird häufiger trainiert. Was das kostet, hängt von der Anzahl der Tänze, dem Ziel-Level und der Lehrerin oder dem Lehrer ab. Dazu kommen die Kosten rund um das Turnier selbst – Startgebühren, Anreise, Kostüm.